ONLINE-SCHEIDUNG

 

 

 

 

Was ist eine Online-Scheidung?

Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Sie bei mir Ihr Schei­dungs­ver­fah­ren auch on­line durch­füh­ren. Al­ler­dings stel­le ich von An­fang an ein paar Din­ge klar, für die viel­fach auf In­ter­net-Sei­ten ge­wor­ben wird, und die bei ju­ris­ti­schen Lai­en zu gro­ßen Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren kön­nen.

So lässt sich eine On­line-Schei­dung we­der bil­li­ger noch schnel­ler durch­füh­ren als eine „nor­ma­le“ ein­ver­ständ­liche Schei­dung. Das Ver­fah­ren ge­stal­tet sich für Sie le­dig­lich be­que­mer, da Sie nicht zu Be­sprech­ungs­ter­mi­nen kom­men müs­sen.

Eine Schei­dung wird nach wie vor im Rah­men ei­nes Ge­richts­ter­mins aus­ge­spro­chen, zu dem in al­ler Re­gel auch bei­de Par­tei­en er­schei­nen müs­sen, so­fern sie im Be­zirk des zu­stän­di­gen Fa­mi­lien­ge­richts oder nicht all­zu weit da­von ent­fernt woh­nen. Bei ei­ner On­line-Schei­dung wird – so­weit mög­lich - der ge­sam­te Ver­fah­rens­stoff, wenn er un­strei­tig ist, so weit vor­be­rei­tet, dass in die­sem Ge­richts­ter­min ne­ben der An­hör­ung der Ehe­leu­te le­dig­lich noch For­ma­li­tä­ten ver­han­delt wer­den müs­sen.

Soll­te ich für Sie ei­ne On­line-Schei­dung durch­füh­ren, bin ich oh­ne Mehr­kos­ten auch per­sön­lich für Sie per E-Mail oder Te­le­fon für Rück­fra­gen ver­füg­bar. Wenn Sie sich mit Ih­rem Ehe­par­tner über sämt­liche Fol­ge­sachen ei­nig sind und zum Zeit­punkt des Be­ginns des Schei­dungs­ver­fah­rens seit min­des­tens zehn Mo­na­ten von­ein­an­der ge­trennt le­ben, kann das Schei­dungs­ver­fah­ren ein­ver­nehm­lich und kos­ten­güns­tig durch­ge­führt wer­den, egal ob on­line oder »nor­mal«.

Voraussetzungen einer Online-Scheidung

Bei Ein­reichung der Schei­dung müs­sen An­ga­ben da­rü­ber ge­macht wer­den, ob Sie eine Re­ge­lung über die el­ter­liche Sor­ge, den Um­gang und die Un­ter­halts­pflicht ge­gen­über den ge­mein­schaft­lichen min­der­jäh­ri­gen Kin­dern so­wie ge­gen­über dem Ehe­part­ner, die Rechts­ver­hält­nis­se an der Ehe­woh­nung und am Haus­rat ge­trof­fen ha­ben. Eine Ei­ni­gung über die Ver­mö­gens­aus­ein­an­der­set­zung (vor al­lem über den Zu­ge­winn­aus­gleich, so­fern die­ser Gü­ter­stand nicht durch Ehe­ver­trag ver­än­dert ist) ist sinn­voll, je­doch nicht Vor­aus­set­zung für die Ein­rei­chung der Schei­dung. Außer dem Schei­dungs­for­mu­lar müs­sen Sie da­her die Re­ge­lung über die o.g. Schei­dungs­fol­gen oder ei­nen be­reits vor­han­de­nen Ehe- oder Schei­dungs­fol­gen­ver­trag über­sen­den.

Kosten einer Online-Scheidung

Je­der Rechts­an­walt in Deutsch­land ist bei ge­richt­lichen Ver­fah­ren - und da­zu ge­hört das Schei­dungs­ver­fah­ren - an das Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz (RVG) ge­bun­den. Das RVG be­stimmt, wel­che Ge­büh­ren ein Rechts­an­walt bei dem vom Ge­richt be­stimm­ten Streit­wert be­rech­nen darf, aber auch muss! Die­se Ge­büh­ren sind un­ab­hän­gig da­von, ob Sie Ih­re Schei­dung on­line füh­ren, oder ob Ihr Rechts­an­walt per­sön­lich für Sie ver­füg­bar ist.

 

 

 

 

 

 

 

Ablauf der Online-Scheidung

Wenn Sie sich da­zu ent­schlos­sen ha­ben, mit mei­ner Hil­fe eine On­line-Schei­dung durch­zu­füh­ren, la­den Sie sich das On­line-­Schei­dungs­for­­mu­­lar bit­te he­run­ter und fül­len es voll­stän­dig aus; es ent­hält alle er­for­der­lichen An­ga­ben, die mich in die La­ge ver­set­zen, Ih­re Schei­dungs­an­ge­le­gen­heit um­ge­hend zu be­ar­bei­ten.

Sen­den Sie mir das aus­ge­füll­te On­line-­Schei­dungs­for­­mu­­lar per E-Mail. Ich stel­le sicher, dass die von Ih­nen er­teil­ten In­for­ma­tio­nen nicht un­be­fugt von Drit­ten ein­ge­se­hen wer­den kön­nen. Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Sie das On­line-­Schei­dungs­for­­mu­­lar auch aus­drucken und mir dann per Post oder Te­le­fax über­mit­teln.

Drucken Sie die nach den ge­setz­lichen Be­stim­mun­gen für ein Schei­dungs­ver­fah­ren not­wen­di­ge be­son­de­re Voll­macht für ein Schei­dungs­ver­fah­ren aus und las­sen Sie mir die­se aus­ge­füllt und un­ter­zeich­net zu­sam­men mit der Hei­rats­ur­kun­de und den Ge­burts­ur­kun­den der Kin­der auf dem Post­wege zu­kom­men.

So­bald mir alle Un­ter­la­gen (On­line-­Schei­dungs­for­­mu­­lar, Voll­macht, Hei­rats­ur­kun­de, Ge­burts­ur­kun­den der Kin­der und Re­ge­lung über die Schei­dungs­fol­gen bzw. Ehe­ver­trag) voll­stän­dig vor­lie­gen, er­hal­ten Sie eine Ein­gangs­be­stä­ti­gung mit et­waigen Rück­fra­gen und der Be­rech­nung der Vor­schuss­kos­ten für Ge­richt und Rechts­an­walt. Nach Prü­fung der recht­lichen Vor­aus­set­zun­gen und Ein­gang des Vor­schus­ses wird der Schei­dungs­an­trag un­ver­züg­lich beim zu­stän­di­gen Fa­mi­lien­ge­richt ein­ge­reicht. Wenn Sie Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe be­an­tra­gen, ge­hö­ren zu den bei Ge­richt ein­zu­reichen­den Un­ter­la­gen auch der An­trag auf Be­wil­li­gung von Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe auf amt­lichem Vor­druck mit al­len da­zu­ge­hö­ri­gen An­la­gen (alle Nach­wei­se zu Ih­ren per­sön­lichen und wirt­schaft­lichen Ver­hält­nis­sen). Das entsprechende Formular sende ich Ihnen auf Anfrage gerne zu.

So­bald der Schei­dungs­an­trag bei Ge­richt ein­ge­reicht ist, ver­gibt das Ge­richt ein Ak­ten­zeichen (Ge­schäfts­num­mer) und übermittelt Ihnen die Rechnung über den Gerichtskostenvorschuss.

Der Ver­sor­gungs­aus­gleich, al­so der Aus­gleich der wäh­rend der Ehe er­wor­be­nen Ren­ten­an­wart­schaf­ten, ist durch das Fa­mi­lien­ge­richt von Amts we­gen durch­zu­füh­ren. Den hier­für e­rfor­der­lichen »Fra­ge­bo­gen zum Ver­sor­gungs­aus­gleich« er­hal­ten Sie nach Zu­stel­lung des Schei­dungs­an­tra­ges durch das Fa­mi­lien­ge­richt über mei­ne Kanz­lei zu­ge­sandt.

Nach Klä­rung der bei­der­sei­ti­gen Ren­ten­an­wart­schaf­ten wird das Ge­richt ei­nen Schei­dungs­ter­min fest­set­zen, zu dem Ihr per­sön­liches Er­schei­nen er­for­der­lich ist. Im Ter­min wird nach An­hö­rung der Par­tei­en re­gel­mä­ßig die Schei­dung ver­kün­det, die nach Ab­lauf der ein­mo­na­ti­gen Rechts­mit­tel­frist rechts­kräf­tig wird und das Ver­fah­ren bei Ge­richt ab­schließt.

Die vor­ste­hen­den Punk­te be­schrei­ben nur den we­sent­lichen Ver­fah­rens­ab­lauf und er­he­ben kei­nen An­spruch auf Voll­stän­dig­keit. Über alle wei­te­ren Ein­zel­hei­ten wer­de ich Sie bei Durch­füh­rung der On­line-Schei­dung selbst­ver­ständ­lich um­fas­send in­for­mie­ren und be­ra­ten. Soll­ten Sie nach Ab­schluss ei­nes An­walts­ver­tra­ges mit mir wei­te­re Fra­gen zum Ab­lauf des Ver­fah­rens ha­ben, wer­de ich die­se kos­ten­los te­le­fo­nisch oder per E-Mail be­ant­wor­ten.

Downloads

Sie kön­nen die PDF-For­mu­la­re (On­line-­Schei­dungs­for­­mu­­lar und Voll­macht) über die Tas­ta­tur aus­fül­len, spei­chern, aus­drucken und an­schlie­ßend faxen, per Post schicken oder als An­hang per E-­Mail sen­den. Die­se Funk­tio­nen ste­hen Ih­nen nur in Ver­bin­dung mit dem ak­tu­el­len, kos­ten­lo­sen “Ado­be Acro­bat Rea­der DC” zur Ver­fü­gung, den Sie eben­falls her­un­­ter­­la­den kön­nen.

 

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